Humor
Du darfst nicht immer traurig sein!
Du solltest öfters lachen!
Dann ist die Welt voll Sonnenschein
in Regentropfen - gross und klein -
Zum Himmel steigen Drachen!
Du solltest nicht vor Winden fliehn!
Du musst es locker nehmen!
Du solltest den Humor vorziehn,
dich um das Fröhlichsein bemühn,
dann kann kaum Trauer lähmen!
Verhalte dich nicht stur und blind!
Ans Leben stelle Fragen!
Die Stimmung wechselt ganz geschwind -
Du fliegst ganz heiter mit dem Wind
und lässt dich von ihm tragen!
Schakim
Ins Auge springen ...
Staunend steht man vor den kleinen Dingen,
wenn die grossen einfach nicht gelingen -
Oder ist es nicht gerade umgekehrt,
weil man diesen kleinen Dingen oft vermehrt
seine Aufmerksamkeit ungewollt beschert?
Kleine Dinge, die ins Auge springen,
hinterlassen ein Gefühl von Singen
und sie gehen einem nicht mehr aus dem Sinn!
Manchmal sind sie von Geschichten ein Beginn
und man weiss noch lange nicht genau, wohin
sie führen und durch welche Türen ...
Schakim
Morgestraich
Dr Morgestraich isch jetzt verbi,
er isch ganz ohni Dropfe gsi -
D' Ladärne sind e woori Pracht
und d'Larve, wenn dr Waggis lacht ...
Die Drummler und die Pfyffer händ
sich durch die Masse Lytli drängt ...
Ob Glai, ob Gross - e jede Maa,
de het si Freud do z'Basel kha.
Natirlig - s' isch no nid verbi,
dr Cortège folgt scho bald, scho gli ...
Hyt z'Mittag! Bliib doch nid dehai!
Nimm alli mid - ob Gross, ob Glai!
E woore Bebbi muesch nid si -
Mr lade alli Fremdä ii!
Schakim
Auftauchen
Funkelnd, unbegreiflich ist zumeist
und mit einem Hauch von Duft umweht
jener Traum, der wie ein Wirbel dreht,
sich nach oben schraubt, als Adler kreist.
Alles trägt durch Farben ein Gewicht.
Farben geben unserm Leben Mut -
Manchmal scheint's, sie sind ein Substitut,
wenn man Dinge sieht aus andrer Sicht.
Tiere tauchen auf als fremder Geist -
Und sie fesseln uns durch ihren Blick.
Seltsam packt die Angst zu im Genick -
Nur vorübergehend - wie du weisst!
Diese Existenz von Leben ist
Farbe! Immer wieder anders - neu!
Zaghaft ist die Vorsicht, etwas scheu,
fühlt sich wohl, sobald sie sich vergisst.
Schakim
Farbenspiele
Unter all den vielen Farben
gibt es eine, die gefällt,
diese überdeckt die Narben
einer einst verletzten Welt.
Farben auf den vielen Wegen
blühen alle dir entgegen,
halte sie dir nicht als Traum!
Singe ihnen deine Lieder,
täglich neue, immer wieder,
so verblassen Farben kaum!
Schakim
Dinge
Manchmal sieht man Dinge, fühlt dabei
sich ganz klein in seinem grossen Leben -
Manchmal ist es einem einerlei,
immer dann, wenn Träume sanft entschweben.
Manchmal macht das Morgengrau verwirrt
und die feuchte Luft beschlägt die Scheiben,
bis die erste Kaffeetasse klirrt,
weil sich die Gemüter heftig reiben ...
Plötzlich klart der Himmel, wird erhellt,
und es reicht gerade noch zum Landen
voll Gedanken, welche eine Welt
aufbereiten - nicht, um zu versanden!
Schakim
Altes Holz
Altes Holz erstrahlt wie Gold im Sonnenlicht -
Unter morscher Borke kriecht noch Leben -
Wenn die dürren Äste hoch zum Himmel streben,
ritzt der Tod markant das Blau und Grau - besticht
atemraubend durch sein filigranes Netz.
Mancher Traum verfängt sich stumm dahinter -
Vielleicht ist es eben doch bloss Winter.
Alles folgt dem Lauf der Dinge nach Gesetz.
Schakim
Prélude
Schau, wie Ideen sind,
kaum fertig an einem Tag!
Reifen erst wie ein Kind,
so etwas noch reifen mag.
Trag es mit Fassung, denn
wer wird dir schon neidend sein?
Wähl für dich aus und trenn
das Trugbild von seinem Schein.
Manches beschäftigt dich
ein Leben lang wie die Luft,
andres verwischt im Strich,
verliert an Gewicht - verpufft.
Schakim
Krokusse
Wir staunen an den schönen Wetterlaunen -
Wir wundern uns am Klima überhaupt!
Das Krokus zeigt im Februar schon sein Haupt.
Es scheint, der Frühling lockt froh mit Posaunen,
denn längst vergnügen Vögel sich in den Gärten
anstelle einer stummen Pracht aus Schnee.
Zart säumt Lindgrün die Bäume der Allee
mit prallen, vollen Knospen als Gefährten.
Die Sonnenstrahlen wärmen jeden Stein -
Noch mehr: Sie wärmen tief ins Herz hinein!
Das junge Gras bevölkert eine Fülle
aus Krokusblüten, welche traumwärts führen -
Die Menschen trennen sich von ihrer Hülle,
um auf der Haut das Frühlingswarm zu spüren.
Schakim
Steck den Kopf nicht in den Sand
Steck den Kopf nicht in den Sand!
Gib dem Leben Deine Hand!
Pack den Tag stets frisch am Schopf
und verliere nie den Kopf!
Schakim