Manchmal fehlt mir ein Gedankenblitz,
obwohl der Kopf doch sehr chaotisch
mit viel Ideen im Besitz,
ein Teil davon sogar erotisch
und andre wieder voller Witz.
Hin- und wieder fühle ich mich am Verdursten
und bin unfähig für die Tat,
so viele Dinge wären zum Verwursten,
doch keiner gibt mir einen Rat -
So keimt dann eben nichts aus meiner Saat.
Ein Brief ins fremde Land bleibt unvollendet,
er ist wie vieles längst verstaubt.
Der Sturm entwurzelt Bäume und entlaubt
die kleinsten Wünsche - überhaupt
ein Traum ist es, der blendet.
Die Menschen sind wie Blumenbeete
mit Unkraut, welches wildernd Wege sucht.
Ich habe mich oft selbst verflucht,
dann kam ein Wind auf und ich drehte
die Pole in dem inneren Magnete ...
Der Mensch will seiner Welt beweisen,
was Kleider ihm für Macht verleihen.
Ich schreibe, bin am Mond umkreisen
und möchte mir die Sterne leihen,
den Glanz auf meine Wimpern reihen.
Der Brief ins fremde Land ist ohne Ende.
Er bleibt geheimnisvoll wie Turmalin -
Gedanken wechseln gibt der Sicht oft eine Wende,
als würden trübe Wolken weiterziehn.
Das Leben ist ein Alpenglühn.
Schakim