2007-06-30

Gefallener Stern

Von schakim @ 00:01 [ Divers ]



In Sommernächten sieht man sie oft fallen,
dort, wo es dunkel ist und keine Lampe brennt,
auf einem Schiff, bei dem die Segel wallen
und eine Luftschicht von den hellen Sternen trennt.

Man greift ins Wasser, möchte einen halten,
doch da versinkt der Stern in tiefe Dunkelheit.
Die weichen Wellen tragen schwere Falten
mit einem Glanz und Flackern ohne Haltbarkeit.


Schakim

2007-06-28

Abstrakt

Von schakim @ 14:26 [ Divers ]


Abstrakt, abstrakt, abstrakt,
da kann es sein, wie's will.
Und ist es auch beknackt,
die Menschen staunen. Still
beschleichen manchen Launen,
als säss er auf dem Grill
und wünschte sich in Daunen.
Abstrakt, abstrakt - das packt!


Schakim

Blumen

Von schakim @ 09:14 [ Divers ]


Die Blumen stehen ungekämmt,
sie sind vom Wind zerzaust.
Die Sonne blinzelt leicht gehemmt,
als sagte einer zu ihr: "Traust
du dich nicht in die Blumenkelche
zu lächeln, weil sie schwächeln?"

Den Blüten fehlt der Glanz vom Stern.
Verlockung aber bleibt,
denn nah sind diese und nicht fern.
Und ihre Zauberkraft beschreibt
ein Märchen leicht und lind in Tönen
voll Fülle in die Stille.


Schakim

2007-06-27

Gedankenschiff

Von schakim @ 08:50 [ Divers ]



Je trüber das Wetter, je trüber der Tag,
je grauer und flauer der Strassenbelag,
erfreue dich immer an hellen Gedanken,
die Booten gleich wippen auf Wellen und schwanken.


Schakim

2007-06-26

Goldnuss

Von schakim @ 09:21 [ Divers ]


Golden soll sie sein, die Nuss,
und du kletterst in die Höh,
denn sie gibt dir einen Kuss -
Leider kalt wie frischer Schnee!

Gold, das kann nicht alles sein!
Manchmal reicht ein bisschen Blau,
denn der Himmel lädt stets ein
mit dem kleinsten Tröpfchen Tau ...


Schakim

2007-06-25

Brief in ein fernes Land

Von schakim @ 08:11 [ Divers ]



Manchmal fehlt mir ein Gedankenblitz,
obwohl der Kopf doch sehr chaotisch
mit viel Ideen im Besitz,
ein Teil davon sogar erotisch
und andre wieder voller Witz.

Hin- und wieder fühle ich mich am Verdursten
und bin unfähig für die Tat,
so viele Dinge wären zum Verwursten,
doch keiner gibt mir einen Rat -
So keimt dann eben nichts aus meiner Saat.

Ein Brief ins fremde Land bleibt unvollendet,
er ist wie vieles längst verstaubt.
Der Sturm entwurzelt Bäume und entlaubt
die kleinsten Wünsche - überhaupt
ein Traum ist es, der blendet.

Die Menschen sind wie Blumenbeete
mit Unkraut, welches wildernd Wege sucht.
Ich habe mich oft selbst verflucht,
dann kam ein Wind auf und ich drehte
die Pole in dem inneren Magnete ...

Der Mensch will seiner Welt beweisen,
was Kleider ihm für Macht verleihen.
Ich schreibe, bin am Mond umkreisen
und möchte mir die Sterne leihen,
den Glanz auf meine Wimpern reihen.

Der Brief ins fremde Land ist ohne Ende.
Er bleibt geheimnisvoll wie Turmalin -
Gedanken wechseln gibt der Sicht oft eine Wende,
als würden trübe Wolken weiterziehn.
Das Leben ist ein Alpenglühn.


Schakim



2007-06-24

Knochenarbeit

Von schakim @ 10:33 [ Divers ]



Nicht jedem ist es stets nach Knochenarbeit,
und mancher kann das sicher auch verstehn.
Doch erst durch Knochenarbeit rückt die Wahrheit
die Dinge in das Licht und wie sie gehn.

Man liebt es, ausgestreckt im Sand zu liegen,
den Wind, der über einen streicht, zu fühlen.
Man liebt ein gutes Essen, ganz gediegen,
ein Glas voll Wasser, um den Mund zu spülen.

Die Knochenarbeit aber stellt sich gegen
die gute Laune und verdunkelt alles.
Da kommt oft eine Pause ganz gelegen,
auf die verzichtet einer keines Falles.

Der eine sucht sich einfach seine Weiber,
der andre schreitet durch die grünen Auen,
dort sieht er hin- und wieder einen Kleiber
und träumt sich in die schöne Welt der Frauen.

Auch dieses Leben spielt mit Knochenarbeit:
Man kann nicht baumeln an der Wäscheleine.
Unmissverständlich pisst die nackte Wahrheit
den Hunden gleich an kahlrasierte Beine ...


Schakim

2007-06-23

Einfach blumig

Von schakim @ 18:21 [ Divers ]


Manchmal fragen mich die Blumen, wie ich heisse,
manchmal ist es sprühend auch ein feiner Regen.
Darauf fehlen mir die Worte und ganz leise
wird die Welt um mich. Ich lächle sehr verlegen.
Irgendwie vergnüg' ich mich mit meinen Träumen,
bis sie einen purpurroten Himmel zeigen,
aber diese Blumen können niemals schweigen:
Rauschend mischen ihre Farben sich mit Bäumen.

Blumig sind die Sommertage, die ich sammle.
Manche schneiden mich, als wären sie ein Messer.
Manche fruchten wie die Ananas - noch besser!
In den Sommerträumen bin ich klein und stammle:
Wär' ich bloss ein Schmetterling und hätte Flügel,
könnten mich die Blumen alle schwer berauschen
und ich flöge in den Himmel überm Hügel,
würde eine Blume nach der andern tauschen ...


Schakim

2007-06-22

Reisen

Von schakim @ 22:44 [ Divers ]



Dem Reisen obliegen die stillen Gedanken.
Das Reisen beeinflusst ein Leben zu Hause.
Auf Reisen erlaubt man sich Freiheit und Pause.
Beim Reisen vergisst man Gewohnheit und Schranken.

Auf Reisen begegnen wir wieder uns selber,
indem wir die Fremden bewundern und schauen.
Empfindungen fördern ein tiefes Vertrauen.
Erkenntnis berührt und das Eigelb wird gelber ...

Voll Enthusiasmus beschreiben wir Dinge.
Wir wagen es, zeitgleich mit Farben zu malen.
Trotz Wundsein an Füssen und anderen Qualen,
befehlen wir unserem Herzen: Nun - singe!


Schakim

Grüner Humor

Von schakim @ 08:54 [ Divers ]



Geh durchs Leben täglich heiter,
trag sie mit, die Sternenleiter!
Und vor allem: Hab Humor!
Sei er dir ein Mann im Ohr!

Fröhlichkeit sei dir beschieden!
Nur so findet sich der Frieden.
Grünen soll dir der Humor
mit dem kleinen Mann im Ohr!

Macht er dich auch oft benommen,
wirst du mit ihm weiterkommen,
mit dem kleinen Mann im Ohr:
Quelle ist er, dein Humor!

Also, bleib bei guten Launen!
Kopf hoch! Lass die andern staunen!
Kühn ist dieser Mann im Ohr,
denn er piekst dich voll Humor!


Schakim

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