2007-07-31

Kein Tatoo

Von schakim @ 15:49 [ Divers ]


Überall - er ist partout,
dieser Hautschmuck, das Tatoo!
Ob Fuss, ob Hand, ob Bauch, ob Rücken,
überall! Es soll beglücken!
Von früher, weiss ich ganz genau,
man trug Tatoos in Schwarz und Blau,
doch unsre Welt im Hier und Heute
bestückt bunt tätowierte Leute.
Sie wandeln oft als Gallerie -
Und manchmal, da gefallen sie
vielleicht gerade einmal dir.
Nun, du Betrachter, glaube mir,
Symbole wechseln ihre Kraft.
Und was einmal aus Leidenschaft
entstanden ist mit Schmerz und Qualen,
das kann ich dir nicht malen -
Und deshalb ist es "kein Tatoo" ...
Verfolgt es dich nicht auch partout?


Schakim

2007-07-30

Bettzoo

Von schakim @ 08:34 [ Divers ]


Der Zoo im Bett - wie ist das fies!
Da träumt man noch vom Paradies
und plötzlich engt das Atmen ein.
Das kann nur von den Milben sein!

Die Plagegeister tummeln sich,
wo's feucht und warm ist, inniglich,
und produzieren dabei Kot -
Den Menschen plagt die Atemnot.

Jetzt spricht man von der Allergie,
von Hausstaub - und man weiss nicht, wie
man sich von seinem Betten trennt,
das sich nun "Milbengrossstadt" nennt.



Schakim



2007-07-29

Fliessend

Von schakim @ 08:58 [ Divers ]


Wenn Farben in den Himmel fliessen,
man inne hält und dabei staunt,
dann ist die Zeit reif zum Geniessen:
Der Farbenfluss macht gut gelaunt!

Es muss kein Regenbogen leuchten,
genügsam macht des Himmels Licht -
Selbst wenn die Farben bleichten,
sie halten lange im Gedicht.


Schakim

2007-07-28

Pixel

Von schakim @ 18:55 [ Divers ]



Am Bildschirm gehen Pixel ein und aus.
Die Farben purzeln wie der Wind herein,
und viele treibt es ebenso hinaus -
Gepixelt scheint ein Bild gar lupenrein.

Aus manchen Bildern - scheint es - Farbe schreit!
Man blickt auf diese wie auf einen Grund,
vergisst im Blicken dabei seine Zeit
und schliesst verzückt vielleicht den offnen Mund.

Mit Pixeln korrigiert man ein Gesicht;
man schlürft an diesen Farben wie am Wein.
Es braucht dazu nur Energie und Licht -
Was fehlt, das ist der Glanz, drum sag ich "Nein!"

Die Seele geht hier nicht auf frohe Fahrt!
Es fehlt ihr an Natur und auch an Luft.
Es bleiben Träume, die man aufbewahrt,
doch diesen fehlt es irgendwie am Duft ...


Schakim

2007-07-27

Auftauchen

Von schakim @ 14:17 [ Divers ]



Am Wasser klebt die Stille wieder
und unergründlich Einsamkeit.
Die Nacht verschluckt des Tages Lieder,
sie streut nur ihre Sterne weit,
die aus dem tiefen Wasser blitzen.
Aus diesem Zauber taucht ein Fisch,
als wollte er den Himmel ritzen
und schnappt nach Mücken, die noch frisch ...

Dann zieht auch dieses Leben weiter.
Die Wolken kommen und sie gehn.
Der Mond belächelt alles heiter.
Ein Wind beginnt ganz sanft zu wehn.
So wird die Einsamkeit durchfunkelt
und vieles taucht in Träumen auf.
Das Wasser glänzt dahin und dunkelt
als lockte es zum "Ausverkauf".


Schakim

2007-07-26

Libellen

Von schakim @ 09:23 [ Divers ]



Libellen tanzen sonnenweit
in einem lichten, blauen Kleid.
Sie sind der Schmuck von einem Teich
und nennen ihn ihr Königreich.

Der Stichling, der sich schnell vermehrt
und dessen Brut sie liebt, verzehrt,
verschwindet unter einem Blatt
und frisst sich dort an Würmern satt.

Die Kröte ruft aus dem Versteck -
Sie sitzt auf einem Sonnendeck -
Das Blicken macht fast atemlos:
Die kleine Welt am Teich ist gross!


Schakim

2007-07-25

Sprint

Von schakim @ 08:26 [ Divers ]



Ein Igel hat sich heute früh geirrt,
er ist zum falschen Zeitpunkt durch die Welt spaziert.

Der Schnecke nahm er jeden Atemzug,
bis diese ungewohnt ihr kleines Haus verkehrt rum trug.


Die beiden blickten in den Tag verstört.
Die Blumen unterhielten sich zu tiefst empört.

Auf einmal lachte dieses Igelkind
und legte seinen Weg zurück mit einem flinken Sprint.

Versteckt und gut getarnt im Haufen Laub,
verschläft es seinen Tag und stellt sich nun halbtaub.

Und auch die Schnecke trollt sich unters Blatt
und frisst sich in den kühlen Abendstunden wieder satt.



Schakim

2007-07-24

Schiff

Von schakim @ 13:29 [ Divers ]


Stimmen in der Ferne schleppt der Wind herbei.
Aus dem grauen Himmel fällt der Möwen Schrei.
Auf den Wellen tanzen die Gedanken fort,
tragen eine Sehnsucht auf das Schiff vor Ort -
Ruht es nicht im Hafen wie ein Blumenstrauss?
Alle Träume schlafen sich nun richtig aus.

Wenn der Abend Sterne in die Landschaft schickt,
Menschenherzen melancholisch frisch bestückt,
werden viele Träume greifbar wie ein Stein -
Mancher, der am Ufer steht fühlt sich allein,
blickt mit einem scheuen Blick als wär's ein Reh
auf das Schiff, das weiter zieht auf hoher See.


Schakim




2007-07-23

Morgenerwachen

Von schakim @ 08:17 [ Divers ]


Der Traum erliegt dem Wind in Morgens Frühe
und schlüpft in Blütenkelche zum Verwelken -
Sie scheinen endlos stramm zu stehn - die Nelken.
Auf saftig grüner Wiese weiden Kühe,
die abgelegten Träumen aus dem Wege gehen -
Sie könnten diese kaum wohl je verstehen.

Und nächtlich wird er wieder kommen wollen,
sich mit dem Nelkenduft ins Zimmer schleichen,
als Lämpchen glimmen wie ein Fragezeichen -
Er kennt sich aus im anschmiegsamen Schmollen.
Dann zieht es ihn hinauf zu Mond und Sternen,
die sich bei Tagesanbruch schnell entfernen.


Schakim

2007-07-22

Reise ins Blaue

Von schakim @ 11:20 [ Divers ]



Wieder strahlt ein blauer Sommertag.
Herrlich locken all die Blumen
neben Rissen im Bitumen.
Farbenzauber nimmt dich in Beschlag.

Blick zum Vogel auf und seinem Flug -
Abends kannst du wieder schlafen
in dem schönsten Träumehafen.
Nimm zu blauen Farben jetzt Bezug.

Fühle in dir diese grosse Kraft
und aus Sonnenstrahlen tanke -
Tu's dem Schlinger gleich und ranke
dich ans Licht - aus Leidenschaft.


Schakim

Posts  1 - 10 /11