2007-10-31

Herbstzauber

Von schakim @ 08:19 [ Divers ]



Die Wolken hängen tief, das Wetter zeigt sich grau und kalt,
da wünscht man sich noch einmal lange Sommertage.
Der Winzer legt voll Stolz die Trauben auf die Waage
und lächelnd meint er, Ruhe kehrt nun ein in Feld und Wald.

Die Berge in der Ferne zeigen ersten Zuckerstaub,
sobald die Wolken sich für kurz ein wenig heben.
Noch sieht man Spinnen zwischen Ästen Netze weben,
doch bald verschwinden diese wie das farbig bunte Laub.

Den Zauber eines Herbstes zu ergreifen ist ein Muss,
man darf nicht achtlos draussen einfach rumspazieren!
Die Jahreszeiten wollen alle triumphieren
und so verteilt die Sonne auch in jeder einen Kuss.


Schakim

2007-10-30

Es riecht nach Regen

Von schakim @ 08:50 [ Divers ]



Er zeigt sich leicht im freien Fall,
man will ihn oft vergleichen,
er dringt durch alles, überall
und wird sein Ziel erreichen ...
Die Kinder schauen neugierig,
sie staunen und sie flüstern:
Der Himmel ist so düstern!
Das Wetter macht nicht kitzelig.

Die Menschen tragen Schirm und Hut -
Auf jeden Fall die einen -
Und manche Freude, andre Wut,
die Sonne will nicht scheinen ...
Ein Schimmer legt sich aufs Gesicht,
so etwas wie Verstehen:
Den Regen riechen, gehen,
das können viele Menschen nicht.


Schakim

2007-10-29

Der Griff ins Leere

Von schakim @ 16:01 [ Divers ]


Der Herbst erscheint mit seiner ganzen Farbenkraft,
er leuchtet nun zum letzten Mal zum Himmel hoch.
Dahinter scheint die Sonne geisterhaft durchs Loch.
Ein Mensch geniesst den leicht vergornen Apfelsaft,
der vor ihm steht und dieser schmeckt ihm fabelhaft.

Gedanken an den Herbst verlieren, das gelingt.
Sie nehmen einen mit auf eine Reise - sieh!
Der Sommer zeigt auf diese Weise Farben nie!
Jetzt öffnen Träume sich so leicht und so beschwingt.
Der Griff ins Leere zeigt den Menschen wie er singt

Besteigt er nicht in seinen Träumen nun ein Boot?
Ein stilles Lächeln legt sich mild auf sein Gesicht.
Er lobt den Apfelsaft, als wär es ein Gedicht.
In seinen Träumen ist er immer der Pilot,
zu gerne fliegt er hoch ins goldne Abendrot ...


Schakim

2007-10-27

Ziele

Von schakim @ 07:24 [ Divers ]



Die Ziele in der Ferne
erkennst du wie ein Licht.
Doch all die vielen Sterne
erreichen kannst du nicht.

Du nimmst dir Weggefährten
und steuerst auf ein Ziel.
Dabei verwildern Gärten -
Der Wind treibt längst sein Spiel.

Markiere deine Wege
und setz die Zeichen fort.
Und bitte, sei nicht träge,
das Leben ist wie Sport:

Du raffst dich auf zum Kämpfen,
der Wille zeigt sich stur.
Sobald dich Stürme dämpfen,
dann ist es die Natur.

Die Ziele sind ein Blinken,
bald Ampel - rot und grün.
Ein geisterhaftes Winken,
so scheint's, bleibt dein Bemühn.


Schakim



2007-10-26

Schweben

Von schakim @ 08:31 [ Divers ]



Gedanken haben mich ganz still beschäftigt,
noch schweben diese vor mir her -
Ein Wink des Himmels stärkt mich und bekräftigt
mein Denken und dazu noch mehr.
Es gibt so vieles - niemals werd' ich es verstehen
und trotzdem scheint es einem Lachen gleich:
Es bauscht sich auf, wenn heftig starke Winde wehen,
als spielte jemand mit dir einen Streich.

Auf einer Karte gibt es viel zu sehen,
es ist als ob ein Morgen tagt.
Auf Fingerspitzen will ich gehen,
bis jemand aus der Stille fragt:
Was willst du in den fremden Zeichen finden?
Was denkst du, lässt dir plötzlich keine Ruh?
Es ist die Neugier - niemals wird sie schwinden,
sie drückt dich immer wie ein neuer Schuh ...


Schakim

2007-10-25

Trüber Tag

Von schakim @ 13:36 [ Divers ]



Was ich dir wünschen mag
an diesem trüben Tag?
Licht und Farben wie ein Traum -
Hängt es nicht im Blätterbaum?
Schau hinaus in deinem Tag!

Du mit dem Wunsch nach Licht
durch jede Wolkenschicht,
weisst du nicht, dass in dir drin
Licht sich zeigt mit Farbensinn?
Ändre erst mal deine Sicht!

Lern wie die Kinder sehn,
gefallen aufzustehn!
Jetzt erst spürst du frei und froh,
Farben schillern einfach so ...
Wie ein Rädchen wirst du drehn.


Schakim


Schakim


2007-10-24

Schokoladeträume

Von schakim @ 08:54 [ Divers ]



Meine Welt besteht aus Schokoladeträumen:
Berge! Schnee bedeckt! Ein Stückchen Himmel - blauer.
Sterne kann mir niemand aus dem Wege räumen,
denn dort oben ist das Klima noch viel rauher
als an einem Südseestrand in weiter Ferne.

Weit verteilen sich gespuckte Apfelkerne
und sie keimen ganz verwildert aus der Erde.
Wind erreicht sie, spielt mit ihren jungen Trieben
und zerzaust sie wie die Mähne stolzer Pferde.
Meine Träume aber hat er nicht vertrieben.

Immer wieder strahlt ein frischer, junger Morgen,
süsser Duft begleitet mich durch Nebelschwaden.
Mancher Wunsch verschweigt sich tief und still verborgen
wie in Baumes Wurzelnähe fette Maden.
Hin- und wieder - scheint es - möcht' ich danach graben.

Schokolade schmilzt. Man kann nicht alles haben.
Bäume werden durch den Wind ganz schnell entwurzelt.
Heute flieg ich hoch in meinen blauen Himmel,
stürze, falle - bin dann wieder mal gepurzelt.
Träume preschen los mit einem Apfelschimmel.


Schakim

2007-10-23

Flotter Käfer

Von schakim @ 08:41 [ Divers ]



Als Käfer auf dem Rücken liegen
und in den Morgen lachen,
bis dass sich alle Äste biegen
und manche ächzend krachen,
so könnte oft ein Tag beginnen
mit allen sieben Sinnen.

Ich wünsche mir im Gegenüber
da draussen auf den Strassen
die Menschen wie im Festtagsfieber
mit lachenden Grimassen,
nicht Trauer sollte sie bedrängen
und schwer sich an sie hängen.

Sie sollten sich wie Käfer fühlen,
das Krabbeln in sich spüren,
den Ärger schnell hinunter spülen -
So öffnen sich erst Türen,
die Tage voller Sonne zeigen.
Geniessen! Später schweigen!


Schakim

2007-10-22

Das ist ein Herz

Von schakim @ 21:47 [ Divers ]



Verdammt noch mal, das ist ein Herz,
ein Ausdruck für viel Liebe, Schmerz -
Das Zeichen, das für alles steht,
selbst dann noch, wenn die Liebe geht.
Der Weg führt vorwärts, nicht zurück.
Mit Mut voran und etwas Glück!

Verdammt noch mal, was ist dabei?
Es ist so vieles einerlei -
Erst wenn der Tod sich näher pirscht
und mit kaputten Zähnen knirscht,
das Leben dünn am Faden hängt,
dann fühlt man ängstlich sich bedrängt.

Verdammt noch mal, wer spürt das Herz?
Wie steigt es öfters himmelwärts
ganz leicht, beseelt und ohne Last.
Berührt es nicht den Himmel fast,
dort, wo die Wolke angehaucht
in Regenbogenfarben taucht?

Wie vieles bleibt er unerreicht.
Die Träume gleiten locker, leicht
hinaus in eine Nacht tiefblau.
Aus Träumen wird man niemals schlau;
sie gaukeln gerne etwas vor.
Das Schicksal schiesst ein Eigentor ...


Schakim

2007-10-21

Schichten

Von schakim @ 19:05 [ Divers ]



Fensterscheiben tragen Schichten,
während Worte sich verdichten,
letzte Sommerfarben fliessen -
Alles in mir will berichten,
doch zuvor, da muss ich niessen:

Hatschi! Hatschi! Welch ein Jucken!
Will ein Bild aufs Glas mir drucken ...
Herbstlich angehauchtes Denken
scheint die Botschaft mir zu schenken.
Zweimal niessen, zweimal schlucken.

Schön ist es am Lagerfeuer.
Immer lockt das Abenteuer!
Bilder ziehen still vorüber.
Tage werden langsam trüber.
Kälte zeigt sich als Betreuer.

In den Bäumen gurren Tauben -
Bäume, welche sich entlauben.
Bunte Blätter wirbeln heiter
durch die Lüfte, immer weiter ...
Blicke bohren sich und schrauben

sich durch Scheiben mit den Schichten,
während Worte sich verdichten ...


Schakim

Posts  1 - 10 /13