2008-01-31

Virtuelle Zeit

Von schakim @ 16:00 [ Divers ]



Die Landschaft ruht unendlich weit
in dieser virtuellen Zeit.
Wir clicken uns in einem fort
von hier und landen dort ...

Für einen kurzen Augenblick,
da transportiert uns dieser "Click"
in eine kleine Wunderwelt -
Das Bild im Schirm gefällt!

Was fehlt dabei? Es fehlt der Duft
der grossen, weiten Welt. Die Luft
erscheint im eignen Umfeld clean.
Die Fantasien sprühn ...

Ein "Click" - man "ruft" die Fremden an,
ein jeder tippt, so gut er kann -
Ein Rausch benebelt diesen "Flug" -
Es wird ein Selbstbetrug!

Die Landschaft ruht unendlich weit
in dieser virtuellen Zeit.
Wir stehn auf einem Bahnhof an
und sind stets erster Mann ...


Schakim

2008-01-30

Knopf

Von schakim @ 23:16 [ Divers ]



Ich komme! Nein! Ich komme nicht!
Es fehlt an Lust mir, einfach schlicht!
Natürlich ist es ganz banal,
bei dieser Kälte fehlt der Schal,
und an der Hose bloss ein Knopf.
Die Blume aber steht im Topf.

Ich komme also eben nicht
und schreibe lieber ein Gedicht!
Den einen schmeckt es sicher schal,
was selbstverständlich nicht fatal
erscheinen muss in meinem Kopf -
Es bleibt dabei, es fehlt der Knopf!


Schakim

2008-01-27

Respekt

Von schakim @ 09:13 [ Divers ]



Wie ich die vielen Blumen mag!
Respekt vor dieser Schönheit der Natur!
Ein blosser Anblick reicht als Freude pur -
Sie heitern auf an jedem Tag!

Ich fühle mich dem Käfer gleich,
der windgetragen wird zum Blütenblatt
und staune, was die Welt zu bieten hat:
Die Welt der Blumen - welch ein Reich!

Die Wirkung vieler Blumen ist
ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein:
Man zieht für kurze Zeit in Träume ein,
so dass man Zeit und Raum vergisst.


Schakim

2008-01-24

Flirrendes Leben

Von schakim @ 22:45 [ Divers ]



Sie rennen durch die Strassen und sind atemlos.
Man meint, sie suchten, hätten was verloren -
Doch nichts von alledem, es scheint des Schicksals Los:
Sie wurden einfach in die Welt geboren,
und täglich gibt das Leben ihnen einen Stoss!

Bei manchen denkt man schnell an einen Rückenwind,
von vorne kitzeln sie die Sonnenstrahlen.
Sie laufen Wesen hinterher, die Menschen sind -
So angelockt beginnen sie zu prahlen
und schillern wie ein wunderschöner Scharlachspint.

Bald zieht sich jeder wieder in sein Haus zurück
und trägt dort ungesehn die Dornenkrone.
Das Leben komponiert dabei sein Meisterstück
und flüstert: "Glaub nicht, dass ich dich verschone,
wir ziehen bloss mit unsrer Kraft am selben Strick ..."


Schakim

Es kitzelt

Von schakim @ 08:39 [ Divers ]



Ich hefte mich mit meinen Blicken
an jedes Leben, das die Welt bewegt
und fühl dabei, wie sich das Herzen regt,
als tanzten in der Luft die Mücken.

Gefühle sind sehr schwer zu zäumen,
sie reisen gerne mit auf Schritt und Tritt,
und manche schmerzen wie nach einem Ritt -
Gelingt es nicht, sie wegzuräumen?

Berühmt sind diese Augenblicke,
wo einer später meint: "Ich dachte mir,
die Welt sei wild und weit für jedes Tier."
Da fühl ich meine Nase, zwicke

in eine Wahrheit und verzehre
den Schmetterling, der nur gekitzelt hat -
Ich irrte, denn es war ein Wandelnd Blatt,
das ich bewundre und verehre ...


Schakim

2008-01-23

Aus der Tiefe

Von schakim @ 08:39 [ Divers ]



Heute ist es mir zum Scherzen
aus der Tiefe, überm Grund.
Pochend flüstern fremde Herzen:
"Pst, nun halt doch deinen Mund!"

Nein! Ich möchte heut nicht wimmern,
meine Füsse tun nicht weh.
Wenn ich blinzle, seh ich's flimmern -
Gleissend flutet Licht die See.

Taucht nur einmal in die Fluten,
in den Glanz vom Sonnenlicht,
hör'n die Wunden auf zu bluten -
Licht, das spendet Zuversicht.

Wenn ich mich vor euch verneige,
fast wie eine Tanzfigur,
und aus meiner Tiefe steige,
blickt auf mich die Sonnenuhr.

Nein! Ihr müsst das nicht verstehen,
wie so vieles auf der Welt,
doch auf eignen Füssen gehen
müsst ihr, selbst wenn's euch missfällt.


Schakim


2008-01-22

Warten auf das Licht

Von schakim @ 09:02 [ Divers ]



Noch fehlen sie, die flinken Schwalben -
Ihr Weg ist lang, mein Schlaf noch tief.
Die Kuh im Stall wird wieder kalben,
sie fühlt sich wohl im Kollektiv.
Für wahr, es dauert eine Länge,
dann singt erneut die Nachtigall.
Viel Licht bedeutet auch "Gesänge",
man hört sie dann fast überall.

Der Frühling ist für mich längst alles,
wenn es die schönsten Blüten treibt.
Ich mag die Zeit des Überfalles,
die sich mit Glanz und Licht befreit:
Sie weckt das Schweigen in den Ecken
und gibt der Welt ein buntes Kleid.
Ich warte, will die Welt entdecken,
sobald sie flutend Farben streut.


Schakim

2008-01-21

Wer hätte das gedacht

Von schakim @ 23:27 [ Divers ]



Wer hätte das gedacht,
dass durch den Winter weit
schon jetzt der Frühling lacht?
Ich bin für ihn bereit
und warte jede Nacht,
ob er nicht flüstern will.
Noch ist es ruhig und still.

Doch erste Blumen blühn,
man kann sie lächeln sehn.
Es zeigt sich junges Grün
vergnügt und wunderschön.
Ich werde ungestüm
und verlange eine Perlenschnur.
Wann grüsst die Vogeluhr?


Schakim

2008-01-20

König ist die Eingebung

Von schakim @ 18:54 [ Divers ]



Du folgst dem Antrieb, jedem kleinen,
und findest immer diese feinen
Geschichten, welche Märchen werden,
den Himmel bunt und heiter färben.

Ich wünschte, dein Talent zu haben
und seh mich Käserinde schaben,
derweil ich lustlos davon esse,
Gedanken wieder schnell vergesse.

Olivensteine soll man spucken,
am Himmel in die Sterne gucken -
Vielleicht beginnen so Ideen -
Wir werden sehen ...


Schakim

2008-01-18

Die Schale

Von schakim @ 08:48 [ Divers ]



Und wenn ich dir die Kerzen in die Hände gebe
in einer lichtdurchflutet blauen Wasserschale,
so soll es sein, wie wenn ich dir Gedichte male
in feinen Wüstensand, durch den die Karawane zieht.

Ich wünsche mir, ich kann es tun, so lang ich lebe,
denn deine Träume will ich aus der Nähe sehen.
Wenn warme Winde erst durch Dattelpalmen wehen,
du stehst darunter, lauschst, dann wird die Welt um dich ein Lied.

Ein Zauber, der an allen Dingen haften bleibt -
Wie kann ich ihn dir nur mit meinen Worten schildern?
Es ist das Leben, welches immer wieder schreibt.
Mit deinen Träumen wirst du nur den Wunsch bebildern.


Schakim

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