2008-04-30

Sachte

Von schakim @ 23:14 [ Divers ]




Sachte! Ich möchte lauschen.
Still! Ich kann nichts hören und ich möchte tauschen
all die kleinen Dinge gegen Grosse.
Sieh, wie sie wächst, die Rose,
wie sie Knospen treibt und keine Wolke Duft uns bleibt.
Solche Dinge sind nicht wirklich gross.
Aber - sie machen atemlos:
Staunend verdrängt man Zeit,
riecht in die Ewigkeit.
Sachte! Wir müssen Wege bauen -
Wege, um Füsse voll Vertrauen aufzusetzen.
Tränen - sie müssen sein!
Tränen, um die Wege zu benetzen.
Denn, wo Blumen wachsen sollen,
reicht ein blosses Schmollen nicht -
Nebst dem Wasser braucht es flutend Licht!


Schakim

2008-04-28

Wehender Blick

Von schakim @ 15:22 [ Divers ]



Wehender Blick. Mit dem Fahrtwind vorbei.
Überall Blüten, die lächeln am Weg.
Schwere Gedanken - sie ruhen wie Blei.
Träume verhalten sich müde und träg.

Spuren verstecken sich mitten im Grün;
manche verlieren sich endlos - sind fern.
Wehende Blicke hingegen versprühn
einen von weit her hell leuchtenden Stern.


Schakim

2008-04-25

Schattenwerfer

Von schakim @ 08:36 [ Divers ]



Faszinieren dich die Schattenwerfer
und sie sind der Grund für einen Schmerz?
Es benötigt Licht, damit sie schärfer
aus dem Schatten leise treten himmelwärts.

Doch sie zeigen auch an dunklen Tagen,
dass man Tränen nicht ausweichen kann.
Und wenn ihre Stimmen dann versagen,
zieht das Bild vertropfter Zeit dich blind noch an.


Schakim

2008-04-24

Ich kann dich hören

Von schakim @ 09:06 [ Divers ]



Ich kann dich hören aus den vielen Stimmen.
Du bist so einzigartig auf der Welt.
Man kann den Träumen meistens nicht entrinnen,
weil Träumen immer wieder aufrecht hält.

Ich kann dich finden in der grossen Masse,
sie schluckt dich niemals, denn es gibt nur dich.
Du bist der Schüler einer Meisterklasse -
Das zählt - ist unabänderlich für mich!


Schakim

2008-04-23

Aus hartem Holz geschnitzt

Von schakim @ 08:37 [ Divers ]



Du spiegelst einen Himmel wider, welcher blitzt -
Mir ist, als gehe etwas plötzlich in dir vor -
Du hältst die Hände wie ein Trichter an das Ohr
und wartest, ob ein Donnergrollen folgen will -
Ein Mensch vor mir - er scheint aus hartem Holz geschnitzt.

Kein Atemzug. Kein Laut. Kein Ton. Mucksmäuschenstill.
Der Himmel ist beladen, schwer, mit viel Gewicht.
Die starken Menschen fällt ein dunkler Himmel nicht!
Gezielt bestimmst du deinen Weg als Matador
und räumst das Böse aus dem Weg mit viel Gebrüll.


Schakim

2008-04-21

Erwischt

Von schakim @ 08:08 [ Divers ]



Wenn ich diese Mücken fliegen seh,
packt mich ein Entzücken und ein Weh -
Jemand hat sie für mich scharf gemacht,
mich dazu, der nun zu ihnen lacht.

Hungrig scheint mir auch mein Winterbauch.
Unter einem alten Blütenstrauch
bin ich in der Tat sehr gut versteckt,
werde von den Mücken kaum entdeckt.

Eine hat zuviel nach mir geschielt
und an meiner Zunge rumgespielt -
Wie ein Angler wartet, wenn er fischt,
mit Geduld, so hab ich sie erwischt.


Schakim

2008-04-19

Retro

Von schakim @ 17:22 [ Divers ]



Im Leben ändert sich die Richtung -
Bewegung ist es für die einen
und für die andern bleibt es Dichtung:
Sie sitzen fest auf ihren Steinen.

Nicht jeder kann die Haut verlassen -
Er denkt: Das ist mir zu gefährlich.
Die "Steine" häufen sich in Massen.
Ein Lichtstrahl wandert drüber - spärlich.

Er ist ein kleiner Weggefährte
und soll es immer auch so bleiben.
Gedichte sind oft nur verjährte,
geschriebne Worte, die forttreiben.


Schakim




2008-04-18

Individualisten

Von schakim @ 09:41 [ Divers ]



Wenn Hände an meinem verborgenen Herzen ziehen,
versuche ich mich zu verstecken im Sternenlos.
Verschwindet der Himmel dabei, so vermiss ich bloss
den Kuss von den wehenden Winden, der ausgeliehen.
Ein Einzelner zeigt sich in zahlreichen Hüllen gross
und schweigt, wenn es glückt, noch als Kleiner zu fliehen.

Wenn Wasser zu Tropfen sich formt und als Tau auf Blättern
verspielt Paradiese erschaffen kann, welche sind,
dann zeigt sich dem Käfer, der brummt und vergnügt im Wind
dem funkelnden Lichterspiel folgt, wie beschwerlich Klettern
erst wird, wenn die Flügel tropfnass und beschwerter sind.
Er fällt auf den Rücken - und trotzdem, das Lied muss er schmettern.

Den Himmel in fremden Geschöpfen erst finden wollen,
das macht doch den Menschen nicht aus, denn er ist ein Teil
wie Trauben am Rebstock, die reifen, und alles weil
die Sonne sie füllt mit der prallen und übervollen
beschwerenden Süsse. Die Jugend empfindet: "Geil,
so muss doch das Leben sein!" - schmachtet danach mit Schmollen ...



Schakim

2008-04-16

offene Hand

Von schakim @ 23:02 [ Divers ]



Du fragst leicht zögernd: "Wirst du lange Weile haben,
und eine offne Hand auf deiner Schulter spüren?" -
Ich weiss, dass hinter deinem Rücken sich die Türen
verschliessen werden wie die süssen Bienenwaben.

Auch wenn sich immer wieder Wege trennen müssen,
so wird die Welt dadurch nicht einfach transparenter.
Gedanken landen auf dem Scheiterhaufen. - Brennt er?
Wie schwarze Löcher zeigt sich mir geglaubtes Wissen.

Vermutlich ist es nichts. Ein grosses Schutzgebaren.
Die offne Hand verlangt nach einer kleinen Geste.
Wenn einen manchmal nur ein warmer Sommerwind erlöste,
dann würden Widrigkeiten schnell zur Hölle fahren.

Was krumm ist, biegt man eben gerne schnell gerade.
Gebrannte Erde trägt all ihre Sorgenkinder.
Man tastet sich durch viele Schichten wie ein Blinder
und landet irgendwann dann doch vor Gottes Gnade.


Schakim


Satomi

Von schakim @ 14:50 [ Divers ]



Satomi sagt mir nichts,
doch diese Blütenpracht
ist so erfreulich,
dass sie mir ins Herzen lacht.
Vom Sonnenstrahl geküsst
verschmilzt das Blütenbild.
Der Wind bezirzt es
ungestüm und wild.


Schakim

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