2008-12-31

Rutschig was?

Von schakim @ 14:40 [ Divers ]



Draussen ist's wie gestern bitter kalt.
Glücklich grunzt im warmen Stall das Schwein.
Drahtig glänzen Äste überall,
manchmal könnt's glasierter Zucker sein.

Einem Pfeilfrosch hinter Glas ist's gleich,
ihm verübt das Wetter keinen Scherz,
streckt er doch die Zunge raus zum Streich
und es fröstelt nur sein kleines Herz.

Heute Nacht verkriecht er sich, wenn's kracht,
wenn das alte Jahr zu Ende geht.
Rutsch nicht aus! Das wäre ja gelacht,
selbst wenn's neue Jahr nun vor dir steht.


Schakim

2008-12-30

Von fern ertönt ein Lied

Von schakim @ 15:09 [ Divers ]



Draussen wächst kein Kopfsalat,
manchmal glänzt ein Häuflein Laub -
Thermometer auf Null Grad,
Sonne legt den Arm in Staub.
Stube wärmt, man fühlt sich wohl.
Klirrend muss die Kälte sein -
Einsam steht der Rosenkohl,
Frost geschmückt, mit Röslein - klein.

Einsamkeit, die macht auch kalt.
Weit entfernt das Lied der Gischt -
Liedlein mach jetzt keinen Halt!
Ist's der Radio, der zischt?
Lass dich nieder Vögeln gleich!
Bring ein bisschen Leben mit!
Spiel in Träumen deinen Streich!
Mach uns für die Kälte fit ...


Schakim

2008-12-29

Schuppig

Von schakim @ 18:37 [ Divers ]



Wärst du ein Bewohner im Aquariumland,
deine Schuppen glänzten unter Neonlicht,
liebt ich diesen kleinen Wicht in meiner Hand -
Doch du bist es nicht.

Bilder malen, Verse schreiben ist sehr schön,
manchem Vogel staunt man nach im lichten Blau.
Wenn Gedanken sich um diese Dinge drehn,
wird man aus dem vielen Denken oft nicht schlau.

Den Bewohnern im Aquarium ist das gleich -
Siehst du einen, wenn er seine Runden zieht?
Mancher Fisch in seinem kleinen Königreich,
scheint mir, schwimmt betrübt.

Eingesperrt, so muss man diese Wesen sehn,
bleibt den meisten ja nichts ausser Runden drehn ...


Schakim


2008-12-28

Überrollt

Von schakim @ 09:39 [ Divers ]



Wenn Vergangenheit dich überrollt
und du ruhst wie blauer Schnee,
glänzt da nicht ein bisschen Gold?
Oder fühlst du nur in dir das Weh?

Wenn Kristalle an der Sonne glänzen
und Erinnerung eingefroren ist,
sollst du mit der Gegenwart ergänzen
alles Schöne, so, damit du nicht vergisst:

Unter Schnee und Eis, da wartet Grün,
Sonne wird es wecken und
viele Blumen werden blühn
in der Zukunft, denn sie zeigt sich bunt.


Schakim

2008-12-27

Surprise

Von schakim @ 12:06 [ Divers ]



Sterne werden dir geboren,
Sterne gehen dir verloren -
Manche Sterne sind wie Haare,
zeigen sich als Mangelware.

Sterne glänzen durch ein Gitter -
Mancher spürt im Glanz Gewitter,
dann, wenn Herzen sich belügen.
Können Sterne sich betrügen?

Sterne können Zeichen setzen
und dabei die Klingen wetzen.
Stern auf Stern beginnt zu wandern,
folgt Gesetzen eines andern ...

Sternen kann man sich verweigern.
Kann man Sterne auch ersteigern?
Wenn ich Sterne glänzen sehe,
blüht sie auf, die Pracht der Schlehe.


Schakim

2008-12-26

Unterwegs

Von schakim @ 10:25 [ Divers ]



Selten ist das Blau an einem Sonnentag
von der goldnen Flut getränkt ein Schweben.
Aber stösst man drauf, dann wird's zum Beben,
denn das Herz entblättert sich ganz zag.

Manchmal scheint es mir, es ist ein zartes Spiel.
Jede Rose wartet aufs Liebkosen,
während Regenbogen sich im Tosen
eines Wasserfalles krümmen ohne Ziel.

Sonnentage fordern auf und laden ein.
Welch ein Himmel! Gieb dich jetzt geschlagen!
Unterwegs, da wird der Traum dich tragen,
dieser Traum in Gold und Blau vom Sonnenschein.


Schakim

2008-12-25

Kaleidoskop

Von schakim @ 13:15 [ Divers ]



Weisst du, wie der Christbaum voller Schmuck behängt
sein Lichterspiel mit Kerzen sanft ins Zimmer schickt?
Weisst du, wie er Kinder - Gross und Klein - beschenkt?
Es ist, wie wenn man plötzlich reine Herzen pflückt.
Das ganze Jahr beachtet einer kaum den Baum,
nur jetzt, zur Weihnachtszeit entpuppt er sich als Traum.

Sterne, Herzen, Zapfen, Kerzen - welch ein Schmuck!
Ein Schmetterling, ein Vogel - mitten im Geäst.
Jede Zeit entwickelt ihren eignen Look,
doch immer dreht sich alles um dasselbe Fest.
Wer staunen kann, der hängt nun seinen Träumen nach,
durchwandert innre Landschaft - Felder ruhen brach.

Kennst du "Stille Nacht", ein alt bekanntes Lied?
Die Leute singen es, man hört es überall.
Vermutlich macht das Singen niemals müd,
begleitet doch Gesang den Mensch in jedem Fall.
Auch jene trifft es, welchen Weihnachten nichts sagt.
Die Lieder dringen in die Ohren ungefragt.

Sieh, Kaleidoskope wechseln ihre Pracht!
Du musst es stille halten, wenn es dir gefällt.
Auch der Weihnachtszauber hält sich über Nacht,
er funkelt durch das Netz und glitzert um die Welt.
Und übersteigern sich die Dinge masslos weit,
so feiern alle trotzdem jährlich Weihnachtszeit.


Schakim




2008-12-23

Ein kleines bisschen Zeit

Von schakim @ 08:06 [ Divers ]



Ein Stichwort und ein kleines bisschen Zeit,
das reicht vor einem Weihnachtsfest im Jahr -
Es ist fast wie im Garten, wenn der Star
aus dunkler Erde einen Wurm befreit,
ihn schluckt und hinterher ein Liedlein singt.
Wie schön, wenn Sterne schimmern - alles blinkt!

Das Stichwort aber löst Gedanken aus:
Erinn'rungsbilder tauchen auf - vergehn,
sie sind so deutlich, beinah wunderschön
als schmückten sie ein letztes Mal das Haus.
Der Glanz verblasst. Ein letzter Stern in Rot
entpuppt sich als ein Häuflein Vogelkot.

Jetzt spricht das andre "Ich" von diesem "Du",
es will den Zauber dir bewahren und
erzählt von Ecken, Kanten - nichts ist rund.
Die Weihnachtszeit verlangt nach etwas Ruh,
damit Besinnlichkeit entstehen kann.
Ein offnes Herz empfängt den Weihnachtsmann.


Schakim

2008-12-20

Die Zukunft treibt es bunt

Von schakim @ 09:57 [ Divers ]



Und wenn sie dir die Federn stutzt
und wenn sie deine Träume trübt,
du schaust durch Scheiben, ungeputzt -
Die Felder ruhen, ungenutzt -
Da wurde wohl ein Streich verübt:

Die Zukunft treibt es gerne bunt,
sie ladet ein als warmes Bad
und dreht an ihrem Jahresrad.
Chaotisch wirbeln Träume und
du greifst den besten, wenn er naht.

Bald wundert sich die ganze Welt,
denn nichts verläuft genau nach Plan.
Spazieren geht der, dem's gefällt,
der seinen Traum in Händen hält -
Jetzt fängt dein grosses Wünschen an ...


Schakim

2008-12-18

Schnee von gestern

Von schakim @ 08:59 [ Divers ]



Manchmal denk ich "Lang ist's her ..."
- Die Gedanken sind mir eigen
und sie sind ein Fingerzeigen -
"Landschaft wird in Schnee zum Meer."

Märchen sind davon ein Teil,
denn vergnügte Kinder tanzen
auf verformt gedrückten Pflanzen,
schlittern, jolen, lachen: "Geil!"

Eine weisse Pracht als Welt!
Doch das Weiss beginnt zu tauen
in den warmen Sonnenklauen.
Wintertraum, der sich nicht hält!

Schnee von gestern ist geschenkt,
bis die Sonnentage singen
und die goldnen Ringe bringen,
erstes Grün den Frühling lenkt.


Schakim


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