Abenteuer Tagebuch
Schreibe täglich dir ins Tagebuch,
male dir ein buntes Bild,
hüll den Himmel in ein Sternentuch,
lass die Träume tanzen wild,
stell die Leiter auf und steig zum Mond -
Himmel! Welche Phantasie! -
hoch, wo ungestüm der Sturmgott thront -
Schreib es und vergiss es nie!
Schakim
Spielball
Erste Hilfe für den Spieler - gibt es das konkret?
Training braucht es für den Nahkampf wie's im Buche steht!
Manche Bälle kommen aus dem Nichts geflogen -
Welch Gefühl, man meint, es handelt sich um Drogen.
Plötzlich sind sie wieder weg - vom Wind verweht.
Spielen! Spielen! Spielen! Fremder hast du dazu Lust?
Denk dir dabei bloss nicht, dass du immer spielen musst!
Spiele wie das Leben spielt mit kleinen Streichen -
Hin- und her, so musst du deinen Spielball reichen ...
Aber wähle dir dabei das Ziel aus ganz bewusst!
Schakim
Schläfrig
Wenn in Träumen ich das Aufstehn nur erahne,
dann befällt mich eine grosse Schläfrigkeit.
Ich verfluche dann den Kuchen mit der Sahne,
denn fürs Aufstehn bin ich träumend nicht bereit.
Ich verschiebe auf der Weltzeituhr die Zeiger,
nein, noch besser: Ich bestimme ihren Halt!
Und ich klettre auf die "Jungfrau", "Mönch" und "Eiger"
und erwarte dort den Sonnenaufgang bald.
Will das Handy dann dort brummen, um zu wecken,
dann empfinde ich das nur als einen Streich.
All den Träumen ist es eigen, mich zu necken,
doch gerade dieses Träumen, das macht reich ...
Schakim
Möwen
Mein Blick schweift in die Landschaft, in die weite,
sie ist so zuverlässig, sie wird bleiben.
Wenn ich in ihrer Schönheit glücklich schreite,
mit all den Träumen lächelnd an der Seite,
so wird es mich verspielt wie Blätter treiben.
Die Möwen kreischen über mir, ich lass mich nieder
auf einer alten Bank und lausche, werde müder -
Die Sonne geht in Kupfertönen unter,
derweil beginnt in mir ein Traum zu wildern
und macht mir meine müden Glieder munter -
Ich kann die Schönheit dieser Landschaft so nicht schildern,
es fehlen mir die Worte, um sie zu beschreiben.
Schakim
Kleiner Valentin
Er schwimmt im Wasser, fliegt im Wind,
er zeigt sich mit der Zeit bestimmt,
er plündert sich durch manches Herz
und kugelt sich als wär's ein Scherz,
der kleine Valentin ist gross -
Man sucht ihn, fragt: "Wo steckt er bloss?"
Ich hab ihn heute kurz gesehn,
ganz kurz als wär's ein Handumdrehn -
Der kleine Valentin - konkret -
ist Fantasie und schneeverweht.
Schakim
Schön gelächelt
Schön gelächelt, schön geweint,
was gibt's da zu klagen?
Warten, bis die Sonne scheint,
sie wird dich befragen -
Lass das Gewimmer,
sperr es ins Zimmer!
Messerscharf bestimmt das Licht
dein Gefühl, dein Leben,
legt dir Lächeln ins Gesicht,
hilft Gewichte heben.
Halte Sekunden,
mach sie zu Stunden!
Pflichten sind die schwerste Last -
Donnerwetter! Mist! -
Zeigen dir den Glaspalast,
bis du ihn vergisst.
Wo die Tränen fliessen,
werden Blumen spriessen ...
Schakim
Wunderlich
Um wunderlich zu sein, bedarf 's nicht viel
und wunderlich zu sein, ist niemand's Ziel,
doch wunderliche Menschen wird es immer geben -
Verwundert staunt man oft und steht daneben ...
Schakim
Schatten im Fenster
Rote Vulkane in Fensterscheiben
spucken Feuer wunderschön!
Feuer! Schau! Ich kann es sehn.
Welch grosser Zauber will da entstehn?
Oder Träume, weil Flocken treiben?
Manchmal ist doch alles recht,
wenn nur Bilder die Wunder sind.
Lausche! Flüstert nicht dir der Wind?
Fange das Glitzern im Sonnenstrahl,
zeige die Kostbarkeit deinem Kind!
Schmiede Gedanken aus Edelstahl ...
Schakim
Sturmspiele
Der Sturm, ein Held, den niemand verehrt,
der Sturm, der sich zeigt panzerbewehrt.
Ihm müssen Mensch und Tier unterliegen,
Planzen und Bäume sich biegen.
Der Sturm, der die ganze Welt umreist,
der Sturm, der stets als Sieger sich preist,
er will und kann nicht geduldig sein, warten,
immer spielt er mit offenen Karten.
Gnadenlos wütet er, bläst alles um,
hinterlässt eine Welt, trostlos und stumm.
Aber das Leben wird weitergehn:
Neues erwachen, neues entstehn ...
Schakim
Speed
Ich heisse "Speed" und brumm durchs Land -
Ich wär zwar gern geflogen -
Doch irgend etwas wie ein Band,
das hat mich angezogen.
Ein Lied, das ohne End man singt,
für alle schönen Frauen,
das macht mich teuflisch und beschwingt -
Sie sollen alle schauen!
Mein Herz, das aus dem Leib mir blüht -
Es hat so viel gelitten -
Das Singen aber macht nicht müd,
wenn alle Frauen bitten.
Die Sonne glänzt für mich wie Gold,
sie wird sich nie entfernen.
So freut's mich, wenn mein Roller rollt,
er trägt mich zu den Sternen.
Schakim