2009-04-30

Illusion

Von schakim @ 08:46 [ Divers ]



Immer hat man seine Zweifel,
manchmal grosse, manchmal kleine,
und man schickt die Welt zum Teufel,
denkt dabei, man kommt ins Reine,
bis die Kegel alle fallen
und sich neue Wolken ballen.

Eine Welt aus Illusionen
macht wie Wein vergnügt, betrunken -
Hoch und höher wachsen Bohnen,
staunend steht man traumversunken,
weil doch Sterne alle blinken
und wie immer ferne winken.

Wissend ziert ein Lächeln Lippen,
deutlich zeigt ein Strolch die Zunge -
Illusionen sind zum Nippen!
Vielen Dank, mein kleiner Junge!
Alle Träume gehn zur Neige,
mundverschlossen steh ich, schweige.


Schakim

2009-04-29

Viel Spass

Von schakim @ 09:11 [ Divers ]




Noch ist nicht meine Sterbestunde,
es ist noch viel zu früh!
Ich dreh als schwarzes Schaf die Runde,
hab keine Leine wie die Hunde -
Wie bin ich froh! Chéri.

Und steht auch "Sehnsucht" an den Wänden,
da steht doch immer was!
Ich trag mein Herz mit goldnen Händen,
du kannst es drehen oder wenden -
Ich habe meinen Spass!

Ich schenk dir eine WC-Rolle,
ein Blatt beschrieben nur:
"Viel Spass!", ich bin dir nicht Frau Holle
und schüttle keine Betten, volle!
Dein Ton verhallt, Tambour!



Schakim

2009-04-28

perdita

Von schakim @ 14:58 [ Divers ]



Ich lernte Bücher still durchgrasen
und hielt zu viele in der Hand,
dann stellt' ich Blumen in die Vasen,
die meisten durchaus wohl bekannt.

Ich lernte Träume zu beschreiben
und schrieb die Träume mir allein;
da kam er, sagte "lass es bleiben!"
So schlief ich träumend mit ihm ein.

Doch alles Schöne hat ein Ende
und jedes Fundstück lässt den Glanz
verblassen, weil die leeren Hände
sich Neuem öffnen voll und ganz.

Perdita schreibt sich ins Erinnern,
es gibt nur "Vorwärts" kein "Zurück"!
Wie viele Sterne müssen schimmern
und blinken für den Weg ins Glück?


Schakim

2009-04-26

verrückte Gesichter

Von schakim @ 16:18 [ Divers ]




Pinselstriche sind noch lange keine Blumen
und die Flötentöne sind noch lang kein Lied;
aber Stimmen zeigen Farben voll Volumen,
und das Lauschen macht bei Stimmen niemals müd.

Ob die Stimmen flüstern, etwas leise beichten,
selbst, was undeutlich, das wird noch registriert.
Und es kommt mir vor wie in Gewässern, seichten,
plötzlich Unheimliches einfach so passiert ...

Viele Menschen tragen bleiche Wachsgesichter,
ihre Mimik wirkt so tot und abgelebt,
auch der Himmel über ihnen scheint viel dichter,
ohne Sonne, welche Wolkenschichten hebt.

Staunen braucht bei diesen Menschen etwas länger,
manchmal kommt das Staunen überhaupt nicht an,
denn sie glauben nicht an sich und den Empfänger
und was Staunen alles so bewirken kann ...

Vieles ist für diesen Typ von Mensch Verschwendung
und er zeigt die Maske, keinen Sonnenschein.
Für ein kleines Lächeln hat er kaum Verwendung
und so pflügt er sich durchs Schicksal ganz allein.


Schakim

2009-04-25

Frühlingsstimmung

Von schakim @ 10:27 [ Divers ]



Du stehst in einer neuen Art im Licht,
versetzt mich damit voller Fragen
in meinen Blumenfrühlingstagen -
Du bist mir wie die Sonne und du stichst.

Ich stehe unter Bäumen, seh das Blau
und wie es schimmernd fällt in meine Augen -
Mit einem Trinkhalm will ich saugen
die ganze Stimmung bis zum grossen Stau.

Es ist das grosse Unverhoffte,
das einen Frühlingsreigen zaubern will.
Es sind verschlingend grosse Träume -
Ich staune einfach und ich warte still.
Momente sind so kostbar und so dufte,
sie stempeln sich in mein Erinnern
und zaubern Freude tief im Innern.
Jetzt fliegen Falter hoch in Bäume ...


Schakim

2009-04-22

Luft

Von schakim @ 08:36 [ Divers ]



Meine Träume sind so gross,
selbst die, welche Luft geworden -
Manchmal zog ich auch ein Los,
träumte bis zum Überborden.
Vielen Träumen fehlt Verstand,
zieh sie mir als Fisch an Land,
schwitzend öffnen sich die Poren
und ich fühle mich verloren.

Irrend, suchend - etwas Trost
machte hin- und wieder glücklich -
Schmeichelwort, das sanft liebkost -
Ach, der Mensch verhält sich töricht!
Manchmal frag ich mich wie heut,
wie man sich vom Traum befreit.
Träume sind wie Nachtgespenster,
zischen ab mit Gold im Fenster.

Oder anders formuliert:
Hast du nichts, wird's nicht genommen!
Unerklärliches passiert -
Träume zeigen sich verschwommen.
Ist's ein Sonnenstrahl, der wärmt?
Ist's das Gold, wovon man schwärmt?
Träume setzen stille Zeichen,
bis sie neuen Träumen weichen.


Schakim


2009-04-19

Experiment

Von schakim @ 09:18 [ Divers ]



Verzeihen Sie, wo ist sie die Natur?
Verzeihen Sie, verliert sich ihre Spur?
Ich seh nur kalte Leute, wie sie gehn
und nichts mehr, nichts von der Natur mehr sehn!

Verzeihen Sie, was hat der Mensch gemacht
mit dieser einst so wunderschönen Pracht!
Er meint, er sei der Held, der alles kennt -
So funktioniert das nicht im Experiment.

Die Schwermut drückt, selbst wenn die Sonne scheint,
es ist als ob der blaue Himmel weint.
Wie schön empfindet es ein kleines Kind,
dem seine bunten Träume heilig sind.


Schakim

2009-04-15

Für immer

Von schakim @ 15:35 [ Divers ]



Für immer Chaos und zurück -
Für immer träumen: Kleines Glück!
Für immer brechen mit der Norm -
Nicht jeder passt in eine Form.

Vom Glanz befreit - es ist nur Staub!
Auf beiden Ohren tückisch taub -
Trainiert das nicht den Sinn für Mut?
Die Augen funkeln voller Glut!

Mit leeren Händen schöpft man Zeit -
Mit Nichts, da fühlt man sich beftreit.
Das Nichts, das ist's, was motiviert,
weil unverhofft meist viel passiert ...


Schakim

2009-04-14

Lindgrün

Von schakim @ 08:38 [ Divers ]



Die Nacht entweicht, wohin man schaut
umarmt das Sonnengold den Tag;
das letzte Fleckchen Himmel blaut,
die Schatten weichen Schlag auf Schlag.

Das Lindgrün sendet einen Gruss
dem jungen Morgen ungestört.
Jetzt sammle deine Träume - tu 's!
Es ist ein Tag, der dir gehört!


Schakim

2009-04-12

Schokoladetränen

Von schakim @ 17:32 [ Divers ]



Die Beeren sind nicht süss genug.
Für Schokoladetränen fehlt
das Braun der Erde, rotes Blut -
Es ist die Fantasie, die quält.

Auch wenn man Zucker streuen kann -
Es geht mir nicht mehr aus dem Sinn,
wie fangen doch die Träume an,
wenn ich erst Schokoträne bin.

Ich mische alles, so wie's geht,
selbst wenn der Beeren Süsse fehlt -
Das Endprodukt, das ist es - seht:
Die echte Träne erst, die zählt!


Schakim

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