2009-07-31

Silberlicht

Von schakim @ 07:51 [ Divers ]



Es ist doch gut, man ist nicht wie die Meisten,
die einem irgendwo begegnen in der Welt -
Es ist fast wie auf Gletschern, blau vereisten,
auf die das Silberlicht des Mondes seltsam fällt:
Man staunt, man wundert sich auf seinen Wegen,
verharrt Momente lang in tiefem Schweigen -
Das Licht verzaubert, macht mich unterlegen;
so ist mir jede Stimmung immer eigen.

Die Frösche warten manchmal lang auf Mücken
und quaken herrlich aufgeblasen durch die Nacht,
doch ihrer Zunge wird es einmal glücken,
die Sonne tanzt und schwubbs - die Beute ist gemacht.
In längst vergessnen Tümpeln in den Bergen,
wo Silberlicht auf reiche Blumenwiesen fällt,
da trifft man sie - sie wollen sich verbergen -
Man hört den Tropfen ... Still ist ihre Welt.

Es scheint, als sammelten sich hier die Stunden
in Felsen und im Silberlicht auf einem Weg.
Man hat die Tür zum eignen Herz gefunden
und fühlt sich plötzlich müde, alt - unmöglich träg!
Ich frage mich, wie andre wohl empfänden,
die solches Licht nicht wirklich sehen können -
Ich wünsche jenen Träume, die nie enden
und eine Welt in der sie nie verbrennen ...


Schakim

2009-07-30

Bach

Von schakim @ 08:05 [ Divers ]



Da ist ein kleiner Bach im Gras, er plätschert vor sich hin.
Er sprudelt über Fels und Stein - Die Quelle nennt sich "Inn".
Im Tal ist es ein breiter Fluss, der durch die Dörfer zieht -
Er spiegelt jedes Wetter uns und murmelt flott sein Lied.

Vom Gras flankiert schäumt Wellengang, ein Fisch springt hoch und taucht.
Kuhglocken bimmeln - welch ein Klang! Und eine Katze faucht.
Spaziert man da nicht gerne mit und summt ein frohes Lied?
Wie schön, dass es solch Täler gibt - man fühlt sich niemals müd!

Die Brust bebt mit im Hochgefühl und alle Sinne schwelgen,
wenn irgendwo versteckt im Strauch, sich junge Vögel balgen.


Schakim


2009-07-29

Windgebogen

Von schakim @ 14:30 [ Divers ]



Hoch, wo die Wolken fliegen,
da steht er fest im Fels
und lässt vom Wind sich biegen -
Er wurzelt stark - ihn hält's.

Wenn Regen peitscht, die Sonne lacht,
die Felsen sind für ihn gemacht!
Für einen Baum,
nach dem die Wandrer unten schaun.

Er hält die Wetterlaunen aus
und lässt von nichts sich unterkriegen;
der stärkste Sturm ist ihm kein Graus,
denn mit ihm lernt er sich zu biegen.

Wenn Menschen in der Stube sitzen,
dann fühlt er sich dort oben wohl,
beleuchtet oft von grellen Blitzen -
Er ist kein Blumenkohl.

Jahraus jahrein wächst er ins Blau
dass viele Menschen staunen.
Nicht alle werden durch ihn schlau
und murmeln: Berges Launen

verführen oft zum Schweigen,
wo engelhaft die Vögel steigen.


Schakim

2009-07-13

Carina

Von schakim @ 14:30 [ Divers ]



Verwirrt erschien mir manchmal ihr Gesicht,
wie wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt -
Sie war in mehr als einen Mann verliebt,
und jeder zeigte sich im schönsten Licht.
Heut frag ich mich, wer diese Rolle spielt,
denn einer wurde stets verstossen
wie welke, abgeblühte Rosen -
Er hatte wohl aufs falsche Pferd gezielt.

Als Rabenmutter aber zeigte sie sich nicht;
sie liebte ihre Kinder wie ein Legehuhn
und hatte alle Hände voll zu tun.
Wer so mit Worten spielt wie ich, der sticht.
Wir nehmen Dinge war - ob alles stimmt?
Wenn nicht, dann wird's ein Abschiedswinken
zu Sternen, die von ferne blinken,
bis dichter Dunst das Himmelsleuchten nimmt.


Schakim

2009-07-12

Beschwingt

Von schakim @ 08:36 [ Divers ]



Wenn die Zunge wie ein Segel flattert
und die Lunge wie Motoren rattert,
kommt manch einer ungeschoren nicht davon,
denn vermutlich schnattert er mit viel zu lautem Ton.



Schakim

2009-07-10

Komm mit

Von schakim @ 12:54 [ Divers ]



Komm mit für einen Augenblick,
komm mit auf hohe Türme
und spüre dort die Stürme!
Geniesse dieses kleine Glück!

Erzähl von deiner grossen Welt,
von abgekürzten Wegen -
Wie kann man Wildwuchs pflegen
in einem Sonnenblumenfeld?

Was ist für dich im Jetzt weit fort?
Vielleicht ein Wellenrauschen?
Du kannst dem Wind doch lauschen,
er zeigt sich jedem, hier und dort!

In Sternennächten, hell und klar,
da schlepp ich dich in Träume:
Wir klettern auf die Bäume -
Wie herrlich ist das! Wunderbar!

Am Morgen wirst du suchend sein,
wenn Sonnenstrahlen küssen.
Wie wär's mit Kokosnüssen?
Es gibt sie manchmal auch daheim ...


Schakim

2009-07-09

Perspektiven

Von schakim @ 09:25 [ Divers ]



Ich werde älter, das befreit!
Noch immer hab' ich Perspektiven.
Für viele Dinge fehlt die Zeit -
Die Grenze zieht sich wohl zu breit
mit all den Dingen, die da schliefen.
Ich kann nicht rasten, will es tun,
denn in mir sagt mir eine Stimme:
"Du bist ein Flämmchen und so glimme!
Befohlen sei dir nicht zu ruhn!
Entscheiden aber musst du selbst
mit deinen Stärken und den Schwächen.
Die Zeit läuft ab, in der du wälst,
das Ziel, das du vor Augen hältst -
Entspannte Flügel werden's rächen."


Schakim

2009-07-07

Julifeuer

Von schakim @ 08:42 [ Divers ]



Ist dir manchmal ungeheuer
vor dem grossen Julifeuer?
Wenn ich an die Blumen denke
und sie dir mit Träumen schenke -
Nichts ist mir für dich zu teuer!

Süsse füllt sich in die Trauben.
Vor dem Regen schützen Hauben.
Während an den alten Pfosten
kupferbraun die Nägel rosten,
turteln hoch in Bäumen Tauben.

Klein und unscheinbar - ich denke -
sind die Worte, die ich schenke
im Vergleich zum Julifeuer,
diesem Sommerabenteuer
einer vollen Blumentränke!


Schakim

2009-07-06

Kritzelei

Von schakim @ 09:27 [ Divers ]



Leben ist 'ne Kritzelei;
vorwärts geht es: eins, zwei, drei.
Auf der Suche nach dem Glück
ein Schritt vor und dann zurück.
Überall, wohin man schaut
blüht in Gelb die Sonnenbraut.
Doch, was soll das nur bedeuten,
immer will die Sonne häuten!
Nichts will wirklich richtig glücken
bei dem rot gebrannten Rücken!
Und wie schnell wird man vergessen!
Leben ist Zitronen pressen ...

Ach, wie plagt die Leidenschaft
und wie fordernd ist die Kraft!
Schwer verdaut wird mancher Brei
so wie eine Kritzelei.
Nimmt man Herzen in die Hand,
trägt sie in das Niemandsland,
warten dort schon tote Seelen,
welche nicht ihr Leid verhehlen.
Nun, ich will nicht übertreiben,
manchmal will auch etwas bleiben -
Diesen Schatz, den muss man hüten
wie den Strauss Hortensienblüten!


Schakim

2009-07-03

Okay

Von schakim @ 12:39 [ Divers ]



Sie sind die Meister ganz auf ihre Art
und manchmal will man sie verteufeln -
Ein bisschen Flaum und noch kein Tagesbart,
woran sie ehrlich fast verzweifeln ...
Sie haben Sorgen und wer hat sie nicht -
Mit früher lässt sich viel vergleichen -
Gerichtet jeder Zahn im Angesicht;
sie wollen Schönheit unterstreichen.
Ich frage mich schon lange Wo und Wie,
sie Luxus und den Strand besitzen -
Okay, vermutlich bin ich alt für sie
und muss mit meinem Denken schwitzen ...


Schakim