2009-08-31

paperlapap

Von schakim @ 13:59 [ Divers ]



Der Brunnen im Dorf, vor dem mache ich halt,
ich sehe den Himmel in ihm und den Wald.
Ich stumme und lausche ins Plätschern hinein,
da wünscht ich mir sehnlichst ein Tröpfchen zu sein.
Ich spritzte dem Hund, der sich labt, ins Gesicht.
Ich färbte mich so wie der Himmel im Licht.
Und Plaudern, das wäre mir ewig erlaubt,
es gäbe kein Fleckchen um mich, das verstaubt.
Ach, paperlapap, mein Erträumtes ist gross.
Ich sammle die Tröpfchen im trockenen Schoss
und winke dem Hund zu, der schwanzwedelnd kommt
mit seinem Begleiter, der nur mürrisch brummt.


Schakim

2009-08-28

Hinter dem Himmel

Von schakim @ 09:32 [ Divers ]



Hinter dem Himmel ist meine Welt,
hinter dem Himmel, der allen gefällt!
Schlichtes Verträumen der hektischen Stunden,
welche voll Sorge die Erde umrunden.
Glücklich sind Träumer im Sternenzelt.


Schakim

2009-08-27

Gesichtsloser Tag

Von schakim @ 16:38 [ Divers ]



Lichtdurchflutet steht der Wald,
die Bäume tragen Mittagshitze.
Fröstelnd ist mir eher kalt,
der Tag ist nicht so, dass ich schwitze.

Jüngst erschien ein Tag als Traum,
er füllte sich mit reifen Früchten.
Solche Tage kenn' ich kaum -
Obwohl, man kann sie vielleicht züchten?

Blaue Schatten - welch ein Spiel,
sie schmiegen sich in braune Rinden.
Träume schiessen übers Ziel
und nirgends wird man sie mehr finden.

Alles Schöne aus, vorbei -
Ein Wald voll Gnome und voll Geister.
Welche Bildermalerei!
Entdeckt man darin nicht den Meister?

Ganz verschwommen zeigt der Tag
ein bodenloses, grosses Staunen.
Ob's am vielen Träumen lag -
Trompeten hör' ich und Posaunen.


Schakim

2009-08-26

Seelenzimmer

Von schakim @ 16:09 [ Divers ]



Ich komme in dein Haus und finde mich zurecht,
gelingt es manchmal gut, gelingt es manchmal schlecht.
Ein jedes kleine Ding von Dir erzählt es mir:
Du lebst in deiner kleinen Welt, sie grenzt dich ab.
Es ist dein Universum, niemals machst du schlapp!
Und wenn du suchen musst und manchmal dabei fluchst,
dann wird mir schnell bewusst, das ist's, nach was du suchst ...


Schakim

2009-08-25

Ausdauer

Von schakim @ 18:09 [ Divers ]



Ausdauer haben sie, die vielen Schnecken,
sie strecken ihre Fühler aus und wollen nicht verrecken!
Sind sie auch nackt und oft versteckt im Häuschen,
sie sind vergleichbar mit den grauen, unliebsamen Mäuschen.
Überall trifft man auf die kleinen Wesen,
und vieles lässt sich aus den glanzverschleimten Spuren lesen:
Es hat mir gut geschmeckt bei euch, ich komme wieder!
Entdeckst du mich, dann lass mich leben, Lieber!


Schakim

2009-08-24

Fallendes Lächeln

Von schakim @ 08:14 [ Divers ]



Es sind die Träume eines Kindes:
Es sind wohl Träume, welche jeder hat.
Sie fallen alle, wenn es windet -
Nur diese Lächeln machen keinen satt.
Doch ruhen tun sie im Gesicht,
selbst Spuren finden sich bei Tieren -
Den Reichtum bringt das goldne Sonnenlicht,
wo bunte Farben sich verlieren.
Es könnten Dattelpalmen sein,
Akazien irgendwo in Wüsten,
die Schattenspender laden jeden ein -
Wer morgens dort ist, ist am frühsten.


Schakim

2009-08-23

Zwetschgen

Von schakim @ 21:05 [ Divers ]


Unter einem Zwetschgenbaum
kriecht manch Wurm durch Zwetschgenschaum.
Ach, wie duften Zwetschgen gut
in der Abendsonnenglut.

Sind nicht Zwetschgen unbequem,
wenn sie dämlich vor dir stehn?
Diese mein' ich heute nicht,
blaue Früchte sind's im Licht.

Manchem wird's von Zwetschgen schlecht,
sind sie richtig reif und echt.
Selbst betrunken macht der Traum,
doch man lässt von ihnen kaum.

Zwetschgen schlemmt gern Gross und Klein
mit viel Schlagrahm in sich rein -
Ob als Kuchen oder Mus -
Zwetschgen sind ein Hochgenuss!


Schakim

2009-08-22

Aquilla

Von schakim @ 10:42 [ Divers ]



Manchmal streifen dich Gedanken sanft und sacht:
Fliegen sollst du, um den Überblick zu halten!
Selbst in einer rabenschwarzen, tiefen Nacht,
musst du wie ein Herrscher in den Lüften walten.
Nutz die Kraft des Windes, lass dich einfach gleiten,
fühl sie unter dir - berauschend diese Weiten!
Überall, selbst wenn es wieder dunkelt,
halt das Licht, das dir aus deinen Augen funkelt!

Jede Wolke wird sich lösen, niederregnen,
ebenso verzieht sich jedes Morgenrot,
Menschen werden oft mit Neid dir neu begegnen
und du fühlst bei ihnen Feindschaft oder Not.
Laufe mit dem Wind und spür die Flügel,
niemand wird dich halten, niemand ist dein Zügel!
Schau wie Waldameisen ihre Haufen bauen,
zeige stolz den Willen, habe Selbstvertrauen!


Schakim

2009-08-20

Caramello

Von schakim @ 16:59 [ Divers ]



Ein Sommer süss wie Caramell und schmelzend zart
begleitet mich auf meiner blauen Mondscheinfahrt.
Den Schleier voller Sterne halt' ich in der Hand
und fühle hier, was Heimat heisst in meinem Land.

Wenn morgens sich der Himmel rosa überzieht,
dann summ ich auf den grünen Wiesen leis mein Lied.
Ein Bächlein fliesst, umspült und schäumt um jeden Stein.
So kann der Sommer nur in meiner Heimat sein.

Der Märchensommer ist ein grosses, offnes Haus:
Es tanzen zarte Schmetterlinge ein- und aus.
Der kleine Reichtum existiert ganz ohne Geld -
Die Heimat zeigt mir immer wieder meine Welt.


Schakim

2009-08-18

Fliege

Von schakim @ 08:06 [ Divers ]



Der Morgenhimmel zeigt sich lupenrein.
Das Leben dümpelt voller Übermut.
Ich tanze in den Sonnentag hinein
und fühle in mir dieses Glücklich sein,
nur hin- und wieder packt mich stille Wut:
Vergang'ne Nacht, da störte eine Mücke,
sie war wohl hungrig, trank von meinem Blut.

Was fehlt den Menschen nur zu ihrem Glücke?
Was fehlt der mir bekannten Nachbarin?
An einem lichten Tag vergisst man viel.
Ich lasse meine Träume weiterziehn,
verfolg sogar der läst'gen Fliegen Spiel,
die Kreise ziehen ohne klares Ziel.
Der Morgen schillert wie ein Turmalin.


Schakim

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