2009-09-30

Change

Von schakim @ 11:43 [ Divers ]



Das Licht fällt schräg vom Himmelszelt,
ein Kondensstreifen mischelt mit -
Verblasste Bilder halten Schritt
und schieben sich nicht aus der Welt.

Die Stare picken sich durchs Obst,
das reif und schwer in Bäumen hängt.
Die Blicke werden abgelenkt,
sobald du kleines Menschlein tobst.

Die Strassen sammeln Wärme ein,
auf denen Namenlose stehn.
Ein kurzes Nicken, Weitergehn
bestückt mit Träumen querfeldein.


Schakim

2009-09-28

Bewegung

Von schakim @ 13:52 [ Divers ]



Im Träumen bist du riesengross,
da ist Bewegung alles.
Das Schicksal reisst sich beissend los -
Verwundert staunst du, als es
dich mir nichts dir nichts weiterzieht
mit einem leisen Abschiedslied.

Die Blicke wandern hoch zur Alm,
hinauf zu Schaf und Geissen,
da kitzelt dich ein feiner Halm,
als wollt er dir beweisen,
dass Träume manchmal wirklich sind -
Zu viele Träume machen blind ...


Schakim

2009-09-26

Segelflug

Von schakim @ 10:00 [ Divers ]



Es flog im Kreis am Bergeskamm,
es glitt leicht auf und nieder -
Es kam so lautlos - irgendwann,
da war es dann vorüber.

Wie wenn der Berg gehustet hätt,
sich tausend Tränen lachte,
verschwand es fern im Wolkenbett -
Der Abendstern erwachte ...


Schakim

2009-09-23

Der Traum vom Fliegen

Von schakim @ 13:44 [ Divers ]



Ich schaue einer Mücke zu - ach, könnt' ich fliegen!
Den Traum begraben fällt mir schwer - er möchte siegen!
Zum Glück ist mir vom Schicksal auch Humor beschieden -
Und wie Ihr euch wohl denken könnt, verschafft er Frieden.


Schakim

2009-09-22

Im Blick

Von schakim @ 13:12 [ Divers ]



Ich kenn das Leben
und ich kenn es trotzdem nicht -
Es ist ein Streben
wie der weite Blick ins Licht.
Ich kann mich schelten
für verpassten Tatendrang
in fremden Welten.
Doch wem nützt es? Tagelang
Zermürben, Kümmern?
Das was war, das ist vorbei!
Ich seh es schimmern
in der Ferne - Freudenschrei!
Im Blick ein Sommer
mit dem schönsten Schmetterling -
Ein Wunsch, ein frommer,
den ich träumend mir einfing.


Schakim

2009-09-21

Mütter machen Männer

Von schakim @ 08:30 [ Divers ]



Wer bin ich und wie soll ich heissen?
Das muss ich erst der Frau beweisen.
Wer prägt mich, steuert mein Verhalten?
Persönlichkeit soll sich entfalten.
Entwicklung geht durch tausend Mühlen
im Denken und noch mehr im Fühlen.
Ein Rohdiamant, der wird geschliffen,
erst kostbar - bald schon abgegriffen.

Die Mütter wollen alles ändern,
sie schmücken uns mit Seidenbändern.
Nicht aber lässt sich Herkunft bremsen,
verfolgt man Kämpfe bei den Gämsen.
Als Mann geboren will man jagen,
vielleicht auch später nur im Sagen
erklärt uns Politik im Leben.
Was ist es, wohin Männer streben?

Sie sind die Spiegel ihrer Mütter
und manchmal selbstherrliche Ritter.
Verschweigen kann ein Mann sehr vieles
nur nicht die Siege seines Spieles.
Rivalen stellt er in den Schatten,
als wären diese graue Ratten ...
Im Sport beflügeln ihn Hormone -
Nichts zählt mehr als Testosterone.

Wie aber machen Mütter Männer?
Die Frage ist ein Dauerbrenner!
Erziehung kann's nicht sein alleine -
Auf keinen Fall der Strick - die Leine.
Man spricht auch von Entwicklungsphasen,
dem Unkraut auf dem grünen Rasen:
Die Glucken, welche immer schmusen,
ergibt das Männer, welche "loosen"?

Die Töchter können sich erkennen,
das weibliche Verhalten nennen,
sich durch die vielen Schwächen beissen -
Wie soll sich nur ein Mann beweisen?
Er setzt sich durch und zeigt sein Denken
und will es seiner Mutter schenken -
Doch diese scheint wohl nie zufrieden -
Der Sohn steht wie vor Pyramiden.


Schakim



2009-09-20

Schaffenskraft

Von schakim @ 09:11 [ Divers ]



Wurzeln halten fest im Boden,
denn der Baum will stehen bleiben,
zeigt es mit erneut Austreiben -
Selbst die Erde ist Zement,
wie man sie sonst gar nicht kennt -
Ast um Ast entfernen, schneiden -
Schmerz zufügen allen beiden ...
Gibt es andere Methoden?

Irgend etwas muss doch glücken!
Alle fühlen ihre Wunden -
Mühsam zählen sich die Stunden ...
Bald erlahmt die Schaffenskraft
und der Baum verliert an Saft.
Tiefer graben, tief nach unten,
Träume suchen, alle bunten -
Herrlich ruht 's sich auf dem Rücken!

Herbstgefühl erreicht die Bäume,
denn sie schmücken sich mit Farben,
tragen wie wir Menschen Narben -
Diese Bilder sind modern,
leuchten wie ein heller Stern.
Davon gibt es ja Milliarden -
Jubel! Trubel und Petarden
schaffen Platz für neue Träume.


Schakim




2009-09-19

Stau

Von schakim @ 16:52 [ Divers ]


Ich habe einen Strich gezogen -
Programme können heute alles.
Ich bin wie Wasser, bilde Wogen,
bin Vorhang eines Wasserfalles.
Die Striche liessen sich verbiegen,
doch dieses Mal, da sind sie grade,
wie eine Felswand glatt gestrichen,
kein Zerrbild einer krummen Wade,
nicht wie ein Foto ausgeblichen -
Ich will mich linear vergnügen.

Das Bildprogramm bestimmt Erscheinung,
das Herz die Melodie zum Trinken -
Vertrete hier nur meine Meinung,
lass Worte aus Gedichten winken.
Ich bin ein starker Baum mit Nestern,
in denen nicht nur Vögel brüten;
es lassen sich auch Mücken finden -
Was soll ich tun, kann 's nicht verbieten,
sie wollen einfach nicht verschwinden -
Mir bleibt mein Mundwerk, um zu lästern!

Auch Stau, den gibt es hin- und wieder!
Bei diesen Dingen aus den Lüften.
Nicht alle singen fröhlich Lieder
und schmeicheln mit den süssen Düften.
Ich suche manchmal Zeit zum Lauschen
und oft gelingt's beim Nieselregen.
Ich bin ein Baum zum Früchte pflücken -
Natürlich sträub' ich mich dagegen -
Es kann nicht immer alles glücken,
wenn Sonnenstrahlen mich berauschen.

Auch Bildprogramme fordern Warten
und etwas Zeit, da sie verwirren.
Ich muss den PC öfters starten,
weil plötzlich zu viel Vögel schwirren ...
Ich fühl mich dann fast wie erschlagen,
als hätt' ein Sturm mich durchgeschüttelt.
Die Früchte plumpsen auf den Boden,
weil alles an den Ästen rüttelt.
Erfolgreich scheinen die Methoden -
Ich halt es aus und will nicht klagen.


Schakim



2009-09-17

Ein grauer Tag

Von schakim @ 08:23 [ Divers ]



Das Grau noch nicht durchstochen,
so wartet in der Not
am Himmel hinter Wolken
das schönste Morgenrot.

Ich kann es nicht beweisen,
weil Grau noch überwiegt -
Ich werd's willkommen heissen,
sobald die Sonne siegt.

Es fehlt der Mücken Tanzen,
es fehlt die kleine Schlacht,
die Sehnsucht nach der Sonne
hingegen aber lacht.

Die Welt wird wieder bunter,
ist erst das Grau besiegt -
Schickt mir die Sonne runter,
damit das Grau nur trügt ...


Schakim

2009-09-16

Bambus

Von schakim @ 23:44 [ Divers ]



Der Sommer ist noch nicht vorbei, der Bambus singt sein Lied -
Gefangen bleib ich stehn und lausche, wiege mich im Wind.
Ich möchte eine Schwalbe sein, ein Vogel - sieh, mein Kind..
Milane ziehen ihre Kreise, keiner scheint je müd.

Du hältst dich fest an einem Halm und fühlst wie stark er ist;
aus dichtem Wurzelwirrwar zieht er seine ganze Kraft.
Verwandelt steht ein grosses Bambusheer vor dir im Saft
und kämpft voll Anmut gegen Wind und Wetter - welch ein Zwist!

Für manche ist ein Bambuswald ein kleiner Zufluchtsort,
er grünt und sammelt jedes welke, ausgestossne Wort.
Komm, lass uns noch ein wenig sommerlaunig Spiegel sein.

Du siehst den Bambus, wie er gähnt und wie er sich verzweigt;
besetzt von einem Vogel scheint es, dass er sich verneigt.
Da blinzelt eine Tigerkatze, kommt und streicht ums Bein.


Schakim

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