2009-10-30

Ende

Von schakim @ 08:12 [ Divers ]



Die bunt gefärbten Bäume werden lichter
und meine Träume nähern sich dem Ende -
Der Kreislauf schliesst sich: Sanfter und viel schlichter
erreicht mein Wunsch dich, welchen ich dir sende.
Das Tageslachen klettert hoch wie Nebel,
das heisst, darüber erst, da scheint die Sonne.
Durchbrichst du diese Schicht, berührt dich Wonne,
befreit dich von dem tristen Sorgenknebel.
Gewichte werden leicht, du kannst sie tragen,
du wirst zum Wind und lässt die Blätter schweben.
Auf einmal hast du nicht mehr viele Fragen,
du akzeptierst dein wunderbares Leben.


Schakim

2009-10-29

Gewicht

Von schakim @ 19:07 [ Divers ]



Unheimliches Gewicht
mit Furchen im Gesicht -
Der Nachbar lacht und du? Du gehst -
Und das, weil du das Lachen nicht verstehst ...
Die Kinder finden's sogar cool
und reden so als sei er schwul ...
Das ist natürlich unerhört,
weil so etwas sich nicht gehört!

Dein Schicksal klebt wie Honig süss,
nur führt es nicht ins Paradies.
Der Nachbar lacht und du? Du gehst -
Und das, weil du das Lachen nicht verstehst ...
Ich denke, das entspricht
den Furchen im Gesicht.
Such unsichtbare Energie
in dir und Kraft, entdecke sie!


Schakim

2009-10-27

Grüezi

Von schakim @ 13:41 [ Divers ]


Grüezi, ich bin dein Frosch,
du hast mich nicht gesucht,
doch spring ich nun mal hier - verflucht!
Grüezi, lass mich in deinen Teich,
auf deine Insel, in dein kleines Reich -
Ich tauche auf den Grund -
Was denkst du denn, das ist gesund
und manchmal sing ich dir ein Lied
und werde niemals dabei müd ...
Grüezi, ich bin dein Frosch,
ein kleines Ungetüm in Grün,
lass Wasserpflanzen blühn
durchs ganze Jahr, zu jeder Zeit
und atme tief - wie das befreit!
Ich bin dein Frosch,
du hast mich nicht gesucht,
doch spring ich nun mal hier - verflucht!


Schakim

2009-10-24

Langsam

Von schakim @ 12:08 [ Divers ]



Endlich bläst der Sturm in bunte Bäume,
vorbei sind all die Sommernächte.
Aber all die lang ersehnten Träume
verharren still als wären's Hechte.

Langsam hören Sterne auf zu blinken,
die in den Zweigen zitternd hingen.
Wenn erst leere Äste heimlich winken,
dann wollen Wünsche dich verschlingen.

Suchst du Träume nun und willst sie finden?
Und kannst du nichts mehr andres denken?
Darfst du selber nicht vor dir verschwinden
erklimm die Berge, lass dich lenken.

Nütze wie der Vogel seine Schwingen
und lass dich hoch und höher tragen.
Niemand, nur du selbst kannst es erzwingen,
du bastelst dir die Welt aus Fragen.


Schakim

2009-10-23

Herbst im Licht

Von schakim @ 16:10 [ Divers ]




Ich stapfe durch den Wald im Herbst
und spüre wie die Kälte schleicht -
Wie Licht und Schatten herrlich tanzen
und das Sommerträumlein weicht.
Im Sonnenlicht erstrahlen Pilze -
Gold, das allzu schnell vergeht -
Auf einer windgeschützen Lichtung
grast ein junges Reh - oh, seht!
Gefällte Bäume liegen quer
und Krokodilen gleich im Weg.
Das Schreiten macht auf einmal müde
oder fühl ich mich nur träg?
Der Herbstwind fängt die Träume ein
mit seiner bunten Blätterwelt.
Er lässt den Frost aus seiner Tasche,
bis die Kälte mich befällt.
Geheimnisvolle Wurzelwesen
hüten diesen Bilderort
Mein Luftschloss ist gebaut,
nur leider muss ich fort ...

Schakim



2009-10-22

Hick Hack

Von schakim @ 13:16 [ Divers ]



Ich wandre nicht in eine Richtung -
Ich bin kein adaptiertes Wesen!
Ich war es, bin es nie gewesen!
Mir fehlt die Allgemeinverpflichtung.

Ich folg dem Herz und seinen Liedern,
denn ihm, ihm kann ich stets vertrauen,
es ist mein Kalb auf grünen Auen
und grast vergnügt mit Schwestern, Brüdern.

Empfindsam bin ich und zu ehrlich,
ich lache lieber als zu weinen,
geselle mich zu Fels und Steinen,
denn diese sind mir unentbehrlich!

Ich kenn den Hickhack aller andern,
die sich an Leinen führen lassen -
Da hört's bald auf, das grosse Spassen -
Ich möchte nichts als fröhlich wandern.


Schakim

2009-10-21

Treue bis zum Ende

Von schakim @ 13:47 [ Divers ]




Trockne Blätter fängt das Herz bei Sonnenlachen
wischt sie in die Kammer voller Blut
und verfolgt am Himmel sehnsuchtsvoll den Drachen,
welcher mitten in den Wolken ruht.
Treue schwören und ein Wandervogel bleiben -
Ewig währt das Augenspiel voll Glut,
wenn es auch nur Seelen streicheln tut.
Plötzlich wird man wieder auseinander treiben.

Menschen sind nicht für die Ewigkeit geschaffen,
doch sie stehen gern im Lebenswind -
Bilder wird man wie im Film zusammenraffen,
denn auf einmal geht es ganz geschwind.
Prahlen, Hochmut, alles wird den Kirchturm stürzen.
Zögernd, fragend spielt verduzt ein Kind,
welchem Träume angeboren sind -
Duft benebelt - und das kennt man von Gewürzen ...


Schakim

2009-10-20

Oliventräume

Von schakim @ 08:06 [ Divers ]



Wenn der Himmel langsam graut,
wenn er langsam, langsam blaut,
alles sich in Gold ergiesst,
fühl ich wie die Sehnsucht fliesst:
Alles, was ich in mir trage,
ist die ewig grosse Frage:
Warum wandern wir durchs Leben,
können nicht auf Wolken schweben?

Reichlich hängen Bäume voll!
Voll Oliven - ist das toll!
Bittre Früchte werden fein
eingelegt im Salzseelein.
Ob und wann wir sie geniessen,
ob wir Tränen erst vergiessen,
kann die Zeit uns nicht verraten,
denn sie lässt uns gerne braten ...

Gärten sind ein Paradies!
Sieh dich um! Verweil! Geniess!
Form "Olive" in ein Wort,
schreib es auf, sonst weht es fort.
Welch ein Traum aus Licht und Schatten!
Werd' nun müde, fühl Ermatten,
so erst spürst du ein Verlangen,
willst Oliventräume fangen!

Singe! Singe! Singe leis,
bis sich schliesst der Träume Kreis!
Blicke zu der Sonne auf
und verfolg der Träume Lauf!
Spiele wie ein Kind mit Kieseln,
hör ein Rauschen! Träume rieseln ...
Bäume sind's, die Lieder singen
und dich voller Lust durchdringen.

Bist du ähnlich? So wie ich?
Fühlst du dich auch königlich,
sitzt du auf gewärmten Steinen
unter hohen alten Bäumen?
Und geniesst du diese Fülle
ausserhalb der Wolkenhülle?
Wie verwildert bin ich bloss
und wie sind die Träume gross!


Schakim

2009-10-19

Es war einmal ...

Von schakim @ 15:06 [ Divers ]



Es lag einmal ein grosser Duft im Blütenrausch,
die Spinne webte ihre Träume dabei leise
und schickte Träumer still auf eine Reise -

Dann kam die Fledermaus und schnappte sich das Tier -
Längst ist es Herbst geworden, golden und so weiter,
die Träume klettern hoch auf eine Leiter -

Auf Gräsern liegt ein frischer, bunter Morgentau,
am Himmel sammeln sich die letzten Vogelschwärme -
Das Herz entgleitet, sucht nach etwas Wärme -

Der Himmel zeigt sich wolkenlos und strahlend blau.
Ein Blick zurück bedeckt sich mit viel Staub und Zier.
Gedanken jagen! Mauern bröckeln - welch ein Plausch!


Schakim

2009-10-17

Aphasie

Von schakim @ 17:06 [ Divers ]



Ich schaue auf Gebärden,
in einen Hauch von Sehnsucht -
Wie soll es wörtlich werden -
In Herzen such ich Zuflucht.

Ein Blitz, der sich entzündet
am Wanderstab der andern,
durch Sprache sich verbindet,
der muss in Tiefen wandern.

Was ist es, was ich habe?
Man will mich nicht verstehen -
Als kleine Bernsteinschabe -
Verzeiht mir mein Verwehen ...

Schakim

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